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Über die Jahreslosungen

Jahreslosung 2020, doch weit mehr als nur diese!

Jahreslosungen und wie es dazu kam! - Etwas zur Geschichte der Jahreslosungen:

 

Wer wählt die Jahreslosung denn überhaupt aus?

Hätten Sie es gewusst? Es ist keineswegs die Herrnhuter Brüdergemeine, die sie auswählt/auslost, so wie sie dies für die Tageslosungen ja macht! Hatten wir auch viele Jahre gedacht. Für die Auswahl der Jahreslosung wird jemand anderes tätig:

Es ist die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB), die einen Vers aus der Bibeldie als Jahreslosung drei Jahre im Voraus  ausgewählt. Die Jahreslosung gilt für viele Christen vor allem deutscher Sprache als Leitvers für das Jahr. In Kirchen, in denen nicht liturgische Regelungen dem entgegenstehen, wird sie häufig als Predigttext für den ersten Sonntag im Jahr ausgewählt. In der jährlichen Ausgabe der Herrnhuter Losungen erscheint sie jeweils auf einer der ersten Seiten.

Die Jahreslosungen werden seit 1930 veröffentlicht. Die erste Jahreslosung war von dem schwäbischen Pfarrer Otto Riethmüller, dem damaligen Vorsitzenden des Reichsverbandes weiblicher Jugend, in Absprache mit dem Dachverband der Evangelischen Jungmänner-bünde, einem Vorläufer des CVJM, gewählt worden. Sie lautete: „Ich schäme mich des Evangeliums von Jesus Christus nicht“ (Röm 1,16 LUT).

Seit 1969 beteiligt sich die römisch-katholische Kirche daran. Seit 1970 werden Jahreslosung, Monatssprüche und Bibellesepläne von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) herausgegeben. Die Arbeitsgemeinschaft besteht aus 24 christlichen Dachverbänden. Neben dem Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) gehören auch die Vereinigung Evangelischer Freikirchen, der Jugendverband Entschieden für Christus, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend, die „Gemeinsame Arbeitsstelle für Gottesdienstliche Fragen“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie die Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) beim Diakonischen Werk der EKD zur ÖAB.

Die ÖAB ist nicht auf Deutschland begrenzt; neben der Deutschen gehören auch die Schweizerische und die Österreichische Bibelgesellschaft zu den Mitgliedsverbänden.

Die Vorschläge für die Jahreslosung kommen aus den 24 Mitgliedsverbänden der ÖAB. Jeder Verband entnimmt dem aktuellen ökumenischen Bibelleseplan zwei geeignete Bibelverse, die an der Jahrestagung der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen in vier Arbeitsgruppen diskutiert werden. Jede dieser Arbeitsgruppen legt dem Plenum schließlich zwei Vorschläge zur endgültigen Beratung vor. Am Ende dieser Beratung steht eine Einigung auf zwei Verse, die zur Abstimmung vorgelegt werden. Jahreslosung wird schließlich derjenige der beiden Verse, der die absolute Mehrheit der Stimmen erhält.

Monatssprüche

Von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) werden zudem auch biblische Monatssprüche bestimmt, die je für den entsprechenden Monat ebenfalls aus dem ökumenischen Bibelleseplan ausgewählt werden.[4] Der Monatsspruch gilt den Benutzern als Leitvers für einen bestimmten Monat.

Die Monatssprüche erschienen zum ersten Mal 1934. Sie gehen auf eine Idee Oskar Schnetters zurück, der zu dieser Zeit Jugendwart in Kassel war.

Jahreslosungen von 1930 bis 2020: Hier gibt es eine Liste!

Anekdote: Wir hörten zum ersten Mal unfreiwillig von der ÖAB, nämlich just dann, als uns eine Rechnung ins Haus flatterte. Ja, Sie haben richtig gelesen, es ist tatsächlich eine Gebühr zur Nutzung des jeweiligen Jahreslosungsverses auf Postkarten & Co fällig. Nun bekommen wir jedes Jahr ganz treu eine Rechnung aus Berlin zugeschickt. Und ebenso treu begleichen wir diese, um weiterhin den aktuellsten Vers "nutzen" zu dürfen. Da sagen wir: Bares für Rares! ;o)